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Chronik Bernhofer – Kapitel 1

Schmiedetradition seit 1603

Kapitel 1/10 – Eindrücke aus den Jahren 1580 – 1922

VORGESCHICHTE, ANFÄNGE UND ERSTE GENERATIONEN – Schmiedetradition, erster Bernhofer und sechsmal Ferdinand.

„Der Schmid von Aygelzhaim“ – dies ist jenes Kapitel, in dem wir einen Blick auf die bislang frühesten Zeugnisse jener Schmiede in der damaligen Ortschaft Aigertsham werfen, in der dann ab 1807 die Familie Bernhofer den Hammer schwingt und in der es nicht weniger als sechs Protagonisten namens Ferdinand gibt, die einer nach dem anderen den Besitz der Schmiede samt Landwirtschaft durch Zukäufe mehren und insbesondere in Gestalt von Ferdinand III (1864-1932) unternehmerisches Talent – zum Beispiel die Planung einer Lokaleisenbahnlinie im Innviertel – beweisen.

1363: Erwähnung eines Liendel (=Lienhard bzw. Leonhart) „Schmied von Aygelzhaim“ im Friedburger Urbar.

1580: Laut Friedburger Forsturbar bewohnt in Aigertsham Veicht Frieseneckher das Schmiedgütl, Liennhart Sigl das „Siglguet“ und Veicht Siglauer besitzt das Siglauergut.

1603: „Aus der Mühle in Süglau ein Hammerschmidt in der Süglau geworden“, hält der anonyme Verfasser einer privat tradierten Hausbrief-Aufstellung für 1603 fest – später firmenintern das Gründungsjahr der Schmiede

1672-1807: wird das Schmiedegut unter Pelshofer, später gemeinsam mit Feßl (Veßl) und Reinthaler weitergeführt.

Schmieden von Hand in der Hammerschmiede Bernhofer, um 1880

1807: Durch die Heirat der Witwe Feßl am 28.09.1807 kommt mit dem Gatten Georg der erste Bernhofer auf das Schmiedegut.

1833: Mit dem Übergabevertrag vom 11.06.1833 wird der am 10.10.1813 geborene Ferdinand Bernhofer als neuer Besitzer und erster Ferdinand Bernhofer grundbücherlich auf dem Anwesen angeschrieben.

1855: Mit Übergabsvertrag vom 06.07.1855 kommt der am 21.08.1837 erstgeborene Sohn von Ferdinand und Magdalena Bernhofer, Ferdinand Bernhofer II, in den Besitz der Liegenschaft samt Schmiede.

1886: Ferdinand II erbaut 1886 die Hammerschmied- bzw. Marienkapelle und bestückt sie mit Statuen aus dem Fundus von Schloss Wildenau, die auf das Jahr 1651 datieren sind.

1894: Nachdem Ferdinand Bernhofer III (geboren am 23.12.1864) am
07.08.1894 Katharina Diermaier ehelicht, wird ihnen per Übergabsvertrag die Hammerschmiede in Eden 5 (EZ38 der Katastralgemeinde Henhart) vermacht.

regelmäßiges Reinigen des Vierlingerbachs
Familie Bernhofer um 1900: von links: Ferdinand III (23.12.1864-06.04.1932), oo Kahtharina (12.09.1867-1920), Anna (29.05.1828-06.07.1913) oo Ferdinand II (21.08.1837-15.09.1912), stehend Maria (26.01.1868-12.12.1946) und Anna (09.07.1869-29.08.1937)
Ansicht von Hammerschmiede und Wohnhaus in der Sieglau, um 1900
Nachschmieden am Schwanzhammer, um 1910
Mitarbeiter der Schmiede und Landwirtschaft, in der Mitte Katharina Bernhofer
(12.09.1867-1920), um 1910
Familie und Mitarbeiter mit einer Holzwelle um 1912 – links außen: Großtante Maria Bernhofer (26.01.1868-12.12.1946), rechts am Bild: Ferdinand Bernhofer III
(23.12.1864-06.04.1932)

1921: Am 10.05.1921 heiratet der verwitwete Ferdinand III in zweiter Ehe und im Alter von 56 Jahren die 40-jährige Maria Lengauer.

1922: Geburt von Ferdindand IV am 02.11.1922, womit die Nachfolge der Siglauer Bernhofers spät aber doch gesichert ist.

Foto_1833_Familie_Bernhofer
Familie Bernhofer im Jahr 1923: Ferdinand III (23.12.1864- 06.04.1932), seine Gattin in zweiter Ehe Maria, geb. Lengauer, (02.10.1881-13.03.1964) sowie ihr gemeinsamer Sohn Ferdinand (02.11.1922-14.02.1975)

Ferdinand der Unternehmer. – In den Worten Manfred Spanbauers ist

„Ferdinand Bernhofer III (…) ein gestrenger Mann, von großer Statur, ernst und sehr musikalisch. Sein Handschlag galt mehr als eine Unterschrift.“

Zu dieser Zeit war das Unternehmen bereits einer der größten Arbeitgeber in der Umgebung, es wurden allseits für ihre Qualität bekannte Schaufeln, Spitzhauen, Stockhauen, Eisenkeile und Gartengeräte gefertigt.

Luftaufnahme_Firmengebäude_Bernhofer

PV-Anlage

3. March 2022
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